Wie an anderer Stelle bereits beschrieben, hatte ich die originale Zündanlage durch eine elektronische mit magnetischen Impulsgebern ersetzt.

Hier wesentlich sind Zündkerzen, -stecker, Hochspannungskabel, Zündspulen mit elektronischen Steuerelementen ("Zündwürfel") sowie die mechanischen Befestigugnselemente.

Dazu kommen noch die Verkabelung und die Impulsgeber auf der Unterbrecherplatte rechts der Kurbelwelle.

Hier durchgeführte Arbeiten:

Alle Teile so weit wie nötig zerlegen und reinigen, prüfen.

Es ergab sich:

Die Zündspulen weisen einen Wicklungswiderstand primärseitig von 3 Ohm auf, sekundärseitig 10,8 und 12,0 kOhm. Dies liegt im Bereich des zu erwartenden.

Hier findet sich noch etwas zu diesen Werten und zusätzlich noch die Induktivitäten von Primär- und Sekundärseite, was eher selten genannte Größen sind:

Zündspulen prüfen - Bol d'Or - Elektrik - Honda-Board

 

Kerzenstecker

Die Zündkerzenstecker sollten zur Funkentstörung einen Widerstand von um die 5kOhm aufweisen, ich maß bei einem 3,7 kOhm, bei einem 0 Ohm und bei zweien keinen Durchgang.

Also alle einsatzbereit. Nein, das war ein Scherz. Alle Kerzenstecker sollten einen ähnlichen Widerstandswert von 3 bis 5 kOhm aufweisen. Der mit direktem Durchgang gehört also eigentlich nicht zu diesem Fahrzeug.

Bei den beiden ohne Durchgang kann es durchaus sein, daß sie im Betrieb keine Probleme bereiten, da die Hochspannung sich bei Unterbrechungen z.B. aufgrund von Verzunderung von Kontakten einfach durch Überschlag ihren Weg sucht.

Dies kommt bei dieser Steckerbauart oft vor, im Inneren ist ein hochspannungsfester Widerstand, der mit einer kleinen Feder kontaktiert wird, die ganze Anordnung wird in das Steckergehäuse verpreßt. Infolge der Bauart  ist keine völlige Wasserdichtheit gegeben, eindringende Feuchtigkeit führt oft zur Oxydation und schließlich zum Brechen der Feder. Mit Glück sind die Distanzen für den Stromfluß gering und es tritt keine Funktionsbeeinträchtigung auf.

Auf der Sicheren Seite liegend werde ich alle Kerzenstecker ersetzen, da auch die Isolationsgummis Alterungserscheinungen wie Risse und Klebrigkeit aufweisen.

Kabel

Die Kabel werde ich ersetzen, sie sind zwar unbeschädigt aber ausgehärtet. Da es sich um unkonfektionierte Kabel handelt, kann ich sie preisgünstig als Meterware beschaffen.

Dies ist ein großer Vorteil gegenüber der Originalanlage der 400er, hier sind die Kabel in den Zündspulen vergossen, eine Beschädigung der Kabel erfordert meist auch einen teuren Austausch der Zündspule.

Zündkerzen

Diese werde ich auf jeden Fall austauschen, da ich nicht weiß, in welchem Zustand sie sind, wie lange im Einsatz, ob sie durch die Standzeit Schäden davontrugen.

Solange ich bei den Kerzensteckern solche mit Entstörung verwende ist es egal, ob bei den Kerzen solche mit oder ohne Entstörwiderstand einsetze, es kommen in Frage die Typen von NGK: DR8 ESL (mit Widerstand) oder D8 ESL (ohne).

Empfohlen wird D(R)8 ES, ich werde die ESL verwenden, da sie einen etwas niedrigeren Wärmewert hat. Die Maschine wird wohl nur noch seltenst Höchstleistung liefern müssen und die ESL-Kerze brennt sich bei niedrigeren Betriebstemperaturen frei.

Der Vollständigkeit halber werde ich den Widerstandswert der verbauten Kerzen einmal messen und hier notieren, interessant wären größere Differenzen.