Die aufgeprägte Mindestdicke der Bremsscheibe (Teilenr. 45120-369-000) beträgt $xxx$ mm, eine Messung ergab $yyy$ mm.
Eine merkliche Gratbildung am Rand ist nicht feststellbar.
Insofern sind nur folgende Arbeiten geplant:
Generelle Prüfung, auch der Vernietung.
Glätten des Reibbereichs mit Exzenterschleifer um vorhandene geringe Riefen zu beseitigen.
Lackierte Stellen des Zentrums (Anschlußbereiche an Radnabe) neu lackieren.
Reinigen, Polieren:
Befestigungsschrauben 4 Stück 8mm*90mm Teilenr. 90122-317-702
Muttern 4 Stück 8 mm Teilenr. 90309-357-000
Bei der 400er sind typische Schwächen der Vorderradbremse die viel zu geringe Bremsleistung sowie der Verschleiß, insbesondere durch Korrosion.
Nach ca. 20 Jahren Standzeit sind Verschmutzung, trübe Bremsflüssigkeit und evtl. leichte Undichtigkeiten zu erwarten.
Letzteres lag interessanterweise nicht vor.
Allerdings fanden sich im Bremszylinder diverse Partikel welche an Sand erinnerten. Dies scheint aber laut Berichten im Internet bei Motorrädern dieser Ära nach sehr langer Standzeit nicht unüblich zu sein, woraus diese Partikel bestehen konnte ich nicht feststellen.
Der aus Edelstahl bestehende Bremskolben hatte doch ein paar Rostablagerungen, ich vermute infolge Lokalelementbildung infolge feuchter Bremsflüssigkeit. Diese lassen sich aber leicht wegpolieren.
Insgesamt machten die Teile einen guten Eindruck, ich werde aber vorsichtshalber die Gummidichtung ersetzen (45108-300-003), wohl auch den Kolben (Teilenr. 45107-323-020). Bolzen (45116-323-020) und Einstellschraube (45117-300-020) können weiterverwendet werden, die Feder (45119-333-000 ) sollte aus optischen Gründen gegen eine schön neu verchromte getauscht werden.
Bremszylinder und -belaghalter (45102-323-003) habe ich gereinigt und für eine Neulackierung mit Einbrennlack vorbereitet. Rostspuren durch Kontakt mit Eisenteilen habe ich durch längeres Einlegen in eine Zitronensäurelösung entfernt, letzte Verunreinigungen mit einem kleinen Drahtbürstenaufsatz des Geradschleifers beseitigt.
Leitungen und -schalter weisen keine Undichtigkeiten auf, die Leitungen sind auch unter Biegung nicht porös.
Dennoch überlege ich, diese allein aufgrund des hohen Alters geeignet zu ersetzen, wobei die Optik erhalten bleiben soll und auch eine ABE vorliegt.
Im Zuge der Überholung möchte ich dann noch die Hohlschrauben und Dichtungsscheiben erneuern.
Das Innenleben des Geberzylinders wurde damals kurz vor der letzten Fahrt mit einem Reparatursatz erneuert, ich werde alles nochmals prüfen, erwarte aber keine weiteren Arbeiten daran.