Bei der 400er sind typische Schwächen der Vorderradbremse die viel zu geringe Bremsleistung sowie der Verschleiß, insbesondere durch Korrosion.
Nach ca. 20 Jahren Standzeit sind Verschmutzung, trübe Bremsflüssigkeit und evtl. leichte Undichtigkeiten zu erwarten.
Letzteres lag interessanterweise nicht vor.
Allerdings fanden sich im Bremszylinder diverse Partikel welche an Sand erinnerten. Dies scheint aber laut Berichten im Internet bei Motorrädern dieser Ära nach sehr langer Standzeit nicht unüblich zu sein, woraus diese Partikel bestehen konnte ich nicht feststellen.
Der aus Edelstahl bestehende Bremskolben hatte doch ein paar Rostablagerungen, ich vermute infolge Lokalelementbildung infolge feuchter Bremsflüssigkeit. Diese lassen sich aber leicht wegpolieren.
Insgesamt machten die Teile einen guten Eindruck, ich werde aber vorsichtshalber die Gummidichtung ersetzen (45108-300-003), wohl auch den Kolben (Teilenr. 45107-323-020). Bolzen (45116-323-020) und Einstellschraube (45117-300-020) können weiterverwendet werden, die Feder (45119-333-000 ) sollte aus optischen Gründen gegen eine schön neu verchromte getauscht werden.
Bremszylinder und -belaghalter (45102-323-003) habe ich gereinigt und für eine Neulackierung mit Einbrennlack vorbereitet. Rostspuren durch Kontakt mit Eisenteilen habe ich durch längeres Einlegen in eine Zitronensäurelösung entfernt, letzte Verunreinigungen mit einem kleinen Drahtbürstenaufsatz des Geradschleifers beseitigt.