Die Widerstandswerte z.B. der Wicklung des Anlasserrelais oder auch der Lichtmaschinenwicklungen sind recht gering, ersteres im einstelligen Ohm-Bereich, die Generatorwicklungen der Lichtmaschine unter 1 Ohm.
Dies ist mit einfachen Multimetern nicht zuverlässig zu messen, da hier schon die Meßleitungen mit eigenen Widerständen im Bereich um 0,5 Ohm die Werte stark verfälschen.
Zwar kann man die Prüfspitzen aneinanderhalten und den dann angezeigten Wert bei den späteren Messungen berücksichtigen und vom Meßwert abziehen.
Das ist aber auch nicht besonders genau und zuverlässig (Stichwort für Ungenauigkeiten: Prozentual vom Meßwert und Prozentual vom Meßbereichsendwert)
Einfacher und genauer ist folgendes Vorgehen - man benötigt aber ein regelbares Netzteil, bei dem auch der Maximalstrom vorgegeben werden kann:
Will ich den Widerstand der Wicklung des Starterrelais messen (liegt so um 5 Ohm) stelle ich beim Netzteil eine ausreichend hohe Ausgangsspannung (z.B. 10 Volt) ein und als Strom ein Maximum von genau 1 Ampere.
Das Starterrelais schließe ich nun ans Netzteil an und messe mit einem Multimeter die Spannung genau an den Anschlüssen des Starterrelais.
Die angezeigte Spannung in unserem Fall hier sei 3,68 Volt, da wegen der Stromeinstellung am Netzteil exakt 1 Ampere fließen hat das Relais also auch 3,68 Ohm Spulenwiderstand (U=R*I).
Der Widerstand der Leitungen vom Netzteil zum Relais ist hier egal, da das Netzteil den Strom auf 1 Ampere genau einstellt, egal welchen Innenwiderstand das Relais oder auch die Zuleitungen haben.
Und der Widerstand der Meßleitungen vom Relais zum Multimeter für die Spannungsmessung genau am Relais ist ebenso unwichtig, da für diese Messung kein nennenswerter Strom fließt, der Widerstand der Meßleitungen von vielleicht 1 Ohm ist im Verhältnis zum Widerstand des Meßgeräts im Megaohmbereich wirklich zu vernachlässigen.
Nebenbetrachtung: Wichtig ist, ob das Netzteil den eingestellten und angezeigten Strom genau genug anzeigt.
Das habe ich im Vorfeld sowohl für die Spannungs- als auch die Stromanzeige meines Netzteils ermittelt und geprüft, wie genau diese den Werten entsprechen, die ein recht genaues Digitalmultimeter meldet. Die Abweichungen lagen unter einem Prozent, das Digitalmultimeter (Metex 4650) ist mit einer Anzeigegenauigkeit von weit besser als einem Prozent ausgewiesen.
Natürlich geht es auch anders - irgendwie Spannung oder Strom passend einstellen, ein Strom- und ein Spannungsmeßgerät verwenden. Werte durcheinander teilen - man hat den Widerstand.
Mit einem stromregelbaren Netzteil geht es m.E. nach halt einfacher.